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Archive für 10.1.2010

Ina Menzer gewinnt gegen Ramona Kühne durch TKO in Runde 6

Ina Menzer verteidigte am 9. Januar 2010 in Magdeburg ihre drei WM-Gürtel im Fliegengewicht gegen Ramona Kühne durch technischen Knockout in der sechsten Runde. Den ausgeglichenen Kampf entschied letztlich die Handschuh Wahl. Eine Wahl die Ramona Kühne vor dem Kampf getroffen hatte. Wahrscheinlich sah die Außenseiterin ihre einzige Chance in einem vorzeitigen Sieg. Vorzeitig ging es dann auch zu ende – aber zu Gunsten der Favoritin. Warum entschied sich Ramona Kühne für die mexikanischen Reyes Handschuhe? „Es sind gute Handschuhe und ich habe es Ina Menzer bis dahin sehr schwer gemacht“, so Kühne über die unkluge Wahl. Nach sechs Runden, beide Boxerinnen waren (von den härtesten Handschuhen der Welt) bereits schwer gezeichnet, platzte über Kühnes linkem Auge ein tiefer Cut auf.

Nach der Untersuchung durch den Ringarzt, brach dieser den spannenden Kampf ab. Eine saubere links-rechts-Kombination von Ina Menzer beendete damit die größte Chance der Berlinerin. Bis zum Abbruch machte Ramona Kühne einen guten Kampf und konnte die Weltmeisterin, Ina Menzer, immer wieder mit dem Jab treffen. Leider änderte Kühne nach drei Runden ihre Taktik. Der Ringarzt begründete seine Entscheidung nach dem Kampf: „Der Riss ging bis auf die Knochenhaut und war nicht mehr zulässig. Ich wollte für die Sportlerin kein Risiko eingehen.“ Am Ende geht der Kampf als TKO -Sieg nach 6 Runden in Ina Menzers Kampfrekord ein. Fotos @ Daniel Hiller




Manuel Charr auf dem Weg zur WM - TKO-Sieg über Owen Beck

Manuel Charr nennt sich seit seinem Wechsel vom K1 zum Profiboxen „The Diamond Boy“. 14 Kämpfe später sieht sich Charr seinem Ziel, der erste arabische Weltmeister im Schwergewicht zu werden, schon näher. Die Unabhängige Computerrangliste führt Charr unter den besten 30 der Welt. Bei vier existierenden Weltverbänden ist das eine aussichtsreiche Position für einen baldigen Titelkampf. Am 9. Januar war es Owen Beck Tennessee den Charr über 10 Runden weich prügelte. Beck verlor 2007 bereits in Deutschland gegen Nikolai Valuev (TKO 3. Runde / Foto rechts) und wurde in den letzten zwei Jahren mit leichten Gegnern bei Laune gehalten. Für Charr eine gute Möglichkeit seine Routine zu schulen. Nebenbei testete der 25-Jährige auch seine Kondition. Noch nie musste Charr über eine so lange Distanz gehen. Seinen bisher längsten Kampf hatte Charr gegen den Kubaner Pedro Carrion (Foto links)  bestritten, den er 2007 nur mit viel Glück gewann. Der ehemalige Vize-Weltmeister von der Zuckerrohrinsel wurde ihm allerdings schon im 6. Profikampf vor die Fäuste gesetzt. Fotos Daniel Hiller

Langweiliger TKO-Sieg für Robert Stieglitz

Robert Stieglitz verteidigte am 9. Januar in Magdeburg seinen WM-Gürtel im Super-Mittelgewicht gegen den kurzfristig eingesprungenen Eduardo Acosta. Der Argentinier überraschte zwar anfänglich mit seinem unorthodoxen Kampfstil, musste sich jedoch dem schulmäßigen Boxen des Weltmeisters geschlagen geben. Bereits in der dritten Runde ging Acosta, getroffen von einem linken Haken, zu Boden. Nach einem Leberhaken in Runde fünf, gab der Ringrichter den Kampf zwar noch einmal frei, hatte aber nach weiteren Attacken genug gesehen und brach den ungleichen Kampf ab. Damit hat Stieglitz seinen Weltmeistergürtel des Weltverbandes WBO erstmalig verteidigt.
Tragisch endete dagegen die TKO-Niederlage des Deutschen Schwergewichtlers Sebastian Köber in Runde 6 gegen den Ami Zack Page.

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